Mathias Pöschl, 1981 in Wien geboren, hat an der Wiener Akademie Grafik und Druckgrafik studiert. In seinen Arbeiten lotet er die Grenzen zwischen Zeichnung, Malerei, Photographie und Skulptur aus. Inhaltlich setzt Er sich dabei intensiv mit den verschiedenen Erscheinungsformen der amerikanischen "Minimal Art" der 60er Jahre auseinander. Diese, sozusagen "entpersönlichte" Kunstrichtung setzt er in Beziehung zu den zeitgleich stattgefundenen real- und sozialpolitischen Aspekten wie der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
In der Ausstellung „Poetiken des Materials“ (21.10.2016-30.01.2017) im Leopold Museum im MuseumsQuartier Wien wurde Pöschls raumgreifende Installation „o.T. Abandoned stage for a black mass“ gezeigt, von denen die Treppe einen skulpturalen Teil bildete. In der Ausstellung ging es unter dem Schlagwort eines „Neuen Materialismus“ in der zeitgenössischen Kunst um die Verwendung von vorgefundenen Objekten, Alltagsgegenständen und „kunstfremden“ Materialen.
Zu Mathias Pöschls Installation schrieb das Kunstforum*): „Mathias Pöschls Installation – „o.T. (abandoned stage for a black mass)“ – besteht aus Elementen, die an eine Bühne sowie Requisiten eines Theaterstücks denken lassen. Durch den Titel wird speziell das Stück „A Black Mass“ (1966) von Amiri Baraka, einem wichtigen Vertreter der „Black Aesthetic“, der politisch gegen Diskriminierung von Afroamerikanern eintrat, assoziiert. Pöschl gelingt hier die eher unvereinbare Verbindung von minimalistischer Formgebung und sozialpolitischer Aussage.“
*) Kunstforum, Band 244, 2016 Ausstellungen: Wien von Patra Noll-Hammerstiel
Mathias Pöschl, 1981 in Wien geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Gunter Damisch. Seit seinem Abschluss 2008 stellte er u.a. im 21er Haus und im Leopoldmuseum in Wien aus, bei Georg Kargl Fine Arts und dem neuen Wiener Kunstverein sowie in diversen Off-spaces.
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mathiaspoeschl.com |
Installationsansicht o.t.(abandoned stage set for a black mass) 2016 Leopold Museum Vienna (c) Mathias Poeschl |